Unsere Zeit ist geprägt von einer rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik. Neben der für alle sichtbaren Entwicklung im Bereich der Notebooks, Tablets und Smartphones sind eingebettete Systeme, wie sie z. B. in modernen Autos zu finden sind, inzwischen so gut wie unverzichtbar. Dazu kommt die Entwicklung in der Industrie zur sogenannten Industrie 4.0, also einer umfassenden Wandlung der bekannten Produktionsverfahren. Schulische Ausbildung kommt nicht umhin, auf diese zunehmende Digitalisierung unterrichtlich zu reagieren und die Schülerinnen und Schüler auf entsprechend neue Herausforderungen vorzubereiten. Dies ist nicht zuletzt in der Präambel der sächsischen Lehrpläne verankert. Dabei müssen zum einen medientheoretische und -praktische Kompetenzen vermittelt und als unverzichtbare Schlüsselqualifikation begriffen werden. Zum anderen gilt es, auch fachspezifische Inhalte und Konzepte der Informatik als Basiswissenschaft in den Unterrichtsmittelpunkt zu stellen. Am BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig wird deshalb der dafür in den staatlichen Lehrplänen vorgegebene Stundenumfang des Faches Informatik erweitert. Außerdem gilt das Prinzip, dass informatorische Bildung nicht auf das Fach Informatik begrenzt bleibt, sondern fachübergreifend und fächerverbindend in das Gesamtkonzept des Lehrens und Lernens an unserer Schule einfließt. 

Dabei geht es nicht um eine sogenannte Benutzerschulung für ein konkretes Programm, wie etwa einer bestimmten Textverarbeitung ("applikationsspezifische Klickschule"). Im Fokus steht vielmehr die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die generelle Vorgehensweisen verdeutlichen und grundlegende Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien fordern und fördern. Für den Erfolg des Unterrichts ist es selbstverständlich sinnvoll, diesen auf konkrete Informatiksysteme zu beziehen. Allerdings besteht das Ziel immer darin, die vermittelten Konzepte auch auf andere (ähnliche) Systeme übertragen zu können.

Am unserem Gymnasium wird all dem in vollem Umfang Rechnung getragen. In der Orientierungsstufe (Klassenstufen 5 und 6) findet an Stelle des im staatlichen Curriculum vorgesehenen Unterrichtsfaches "Technik und Computer" das eigens für unser Schulkonzept entwickelte Unterrichtsfach "Entdecken Erforschen Erfinden" (EEE) statt. Es ist durchweg themenbezogen als Projektunterricht gestaltet und als Unterricht in Kleingruppen organisiert. Hierbei kommt es nachdem Crossover-Prinzip zu einer komplexen Verbindung von analogen und digitalen Medien. Inhalte informationstechnischer Grundbildung sind dabei kein isolierter Unterrichtsgegenstand, sondern sie werden im aktiven Handeln der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Projektrealisierung implizit angeeignet. In der Sekundarstufe I erfolgt in den Klassenstufen 7 und 8 regulärer Informatikunterricht mit je einer Unterrichtsstunde pro Woche. In den Klassenstufen 9 und 10 findet die informatorische Bildung ihre Fortsetzung als Bestandteil des Profilunterrichts. In der Sekundarstufe II fließen entsprechende Inhalte in die Erarbeitung und Präsentation der Besonderen Lernleistung (BeLL) ein. Damit werden unsere Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse an durchweg informatorisch gebildet und auf entsprechende hochschulische Lehr- und Lernformen vorbereitet. Dazu dient übrigens auch die Nutzung der digitalen Lernplattform Moodle, die an vielen Universitäten (so auch an der Universität Leipzig) standardmäßig in Lehre und Forschung zum Einsatz kommt.

Ein wichtiger Bestandteil der Informatik ist die Auseinandersetzung mit spezifischen Problemlösungsprozessen. Daher werden auch im Unterrichtsfach Informatik wichtige Beiträge zur Problemlösungskompetenz und damit zur Förderung von Kreativität überhaupt geleistet. Um dafür eine Grundlage zu legen und entsprechende Materialien mit fachlichen Basics zu koppeln, wurden für den an unserem Gymnasium stattfindenden Informatikunterricht spezielle Lehrbücher entwickelt, die Matthias Richter, Fachlehrer für Informatik und Mathematik, federführend konzipiert und ausgearbeitet hat (z. T. in Zusammenarbeit mit dem Informatiklehrer Holger Richter). In ihrer innovativen Art stellen diese Bücher ein einzigartiges Ausbildungsmaterial zur informatorischen Bildung dar. Sie bieten unseren Schülerinnen und Schülern ein exklusives Fundament zur Vor- und Nachbereitung unterrichtlicher Prozesse.

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